18. April 2026 – 10 handverlesene Touren ab Traun, OÖ
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| # | Tour | Anfahrt | Distanz | Höhenmeter | Gehzeit | Schwierigkeit | Einkehr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Großer Sonnstein, Ebensee | ~60 Min | ~4–9 km | ~610 m | 2,5–4 h | Mittel | Sonnsteinhütte / Mostschenke |
| 2 | Almkogel am Mondsee | ~60 Min | ~9 km | ~560 m | 3–3,5 h | Mittel | Gasthof Drachenwand |
| 3 | Schoberstein, Molln | ~55 Min | 7–8 km | 580–700 m | 4–5 h | Mittel | Schobersteinhaus |
| 4 | Hohe Dirn via Klausgraben | ~55 Min | ~12 km | ~750 m | 5–6 h | Mittel | Anton-Schosser-Hütte |
| 5 | Grünberg & Laudachsee, Gmunden | ~30 Min | 8–16 km | 200–645 m | 3–6 h | Leicht–Mittel | Ramsaualm / Grünbergalm |
| 6 | Hochbuchberg, Grünburg | ~50 Min | ~7 km | ~710 m | 3,5–4 h | Mittel | Grünburger Hütte |
| 7 | Langbathseen, Ebensee | ~55 Min | 7 km | 170 m | 2–2,5 h | Leicht | Langbathsee Stüberl |
| 8 | Schober bei Fuschl | ~65 Min | ~8,5 km | ~625 m | 4–4,5 h | Anspruchsvoll (T3) | Forsthaus Wartenfels |
| 9 | Almsee, Grünau im Almtal | ~60 Min | 6–9 km | 30–134 m | 1,5–2,5 h | Leicht | Seehaus am Almsee |
| 10 | Losenstein – Burgruine & Nagelschmiedweg | ~45 Min | 6–8 km | 130–200 m | 2,5–3,5 h | Leicht | Gasthof Blasl / Eisentor |
Vom Kirchenplatz Ebensee (434 m) geht es durch die Siedlung Bartlberg steil in den Wald. Der schön angelegte Steig führt durch lichten Buchenwald mit blühenden Schneerosen im Frühjahr. Die Steilheit ist beachtlich: 600 Höhenmeter auf nur 2 km! Oben lichtet sich der Wald und das volle Panorama öffnet sich: Traunsee über 800 m tiefer zu Füßen, der mächtige Traunstein gegenüber, Höllengebirge, Totes Gebirge mit Großem Priel. Die Stimmung wird als „fast toskanisch“ beschrieben. Optionale Erweiterung: Vom Gipfel weiter zum Kleinen Sonnstein (923 m) mit Sonnseinhütte – drahtseilgesicherte Passage dazwischen (T3, Trittsicherheit nötig!). Abstieg über Traunkirchen möglich (Rückfahrt per Schiff!).
Vom Gasthof Drachenwand in St. Lorenz führt Weg Nr. 12 südwestlich auf einem Karrenweg in den Wald. Vorbei an der Thekla-Kapelle, über den Klausenbach, dann links halten (rechts gäbe es zum Drachenwand-Klettersteig). Der Weg steigt steil in Serpentinen durch Wald an, teilweise wurzelig und schmal. Eine kurze Felsrinne erfordert Handeinsatz. Der felsige Gipfel belohnt mit dramatischen Tiefblicken nach Norden und einem gewaltigen Panorama: Mondsee, Irrsee, Schafberg, Wolfgangsee und bei klarer Sicht bis Salzburg. Abstieg am selben Weg.
Vom Gasthof Steiner-Kraml führt der Weg über den Pranzlgraben mäßig ansteigend durch Wald und blühendes Almgelände. Etwa eine Stunde vor dem Gipfel gabelt sich der Weg: links der Normalweg, rechts der steilere „Schinder“ (für Sportliche!). Am Schobersteinhaus (1.260 m) wartet eine Sonnenterrasse mit grandiosem Panorama über Enns- und Steyrtal. Vom Haus nur wenige Minuten zum Gipfelkreuz.
Das Highlight dieser Tour ist der Klausgraben – eine wild-romantische Kalkschlucht mit hoch aufragenden Felswänden, Wasserfall und Bachquerungen auf Trittsteinen. Vom Bahnhof Losenstein führt der Weg entlang der Enns zum Eingang der Schlucht. Durch gesicherte Passagen, Stiegen und über Stege gelangt man durch die Klamm. Danach weiter durch den Hintsteingraben auf Waldwegen zum Aussichtspunkt Luagstadl und hinauf zur Anton-Schosser-Hütte (1.158 m). Von dort wenige Minuten zum Gipfel der Hohen Dirn (1.134 m) mit Panoramablick über Ennstal, Steyrtal und Nationalpark Kalkalpen. Abstieg über Forstweg nach Wendbach/Losenstein.
Von der Bergstation der Grünberg-Seilbahn (1.004 m) wandert man auf breiten Forstwegen durch den Wald zum Laudachsee (894 m, ~1 Stunde). Der See schimmert smaragdgrün zwischen Traunstein und Katzenstein. Umrundung des Sees in ~40 Minuten. Zurück über denselben Weg oder alternativ über die Grünbergalm. Wer sportlich zu Fuß gehen möchte, steigt über den Ortnersteig auf (~645 Hm).
Vom Seebacher Hof im Rodatal (560 m) führt die Tour über den Freidhager-Hof und eine kleine Kapelle auf Wanderweg Nr. 15 entlang eines Baches durch Wiesen. Weiter über den Waldrand und zwei Forststraßen zum historischen Messerer Gscheid (948 m) – einem Handelssattel aus dem 15. Jahrhundert. Vom Sattel rechts auf die Weitwanderwege 404/409 und steil durch Mischwald direkt zum Gipfel (1.273 m). Panorama über Steyrtal und OÖ Voralpen. Abstieg westlich zur Grünburger Hütte (1.080 m) auf der Brettlmaisalm. Von dort über Weg Nr. 480 mit schön angelegten Stufen zurück zum Ausgangspunkt.
Vom großen Parkplatz am Vorderen Langbathsee führt ein beschilderter Weg auf breiter Forststraße entlang des Nordufers. Der Weg passiert eine faszinierende Bergsturz-Landschaft, bevor man den Hinteren Langbathsee erreicht (~60 Hm Anstieg). Beide Seen können umrundet werden. Das türkisblaue Wasser spiegelt die dramatischen Felswände des Höllengebirges. Zurück geht es über die Südseite auf Forstwegen. Kürzere Variante: Nur der Vordere Langbathsee (45 Min, 3 km).
Vom Strandbad Fuschl (670 m) geht es über Waldwege hinauf zum Forsthaus Wartenfels (920 m, ~45 Min). Weiter vorbei an der Ruine Wartenfels (13. Jh.) wird der Weg steiler. Ab hier beginnt das Abenteuer: drahtseilgesicherte Passagen, Eisentritte und eine kurze Eisenleiter führen zum felsigen Gipfelgrat. Am Schober-Gipfel (1.328 m) erwartet euch eines der besten Panoramen im Salzkammergut: sieben Seen sichtbar – Fuschlsee, Irrsee, Mondsee, Attersee, Wolfgangsee und mehr. Weiter zum Frauenkopf (1.303 m, 10 Min). Abstieg über steile Serpentinen und Schotter zurück zum Wartenfels-Gebiet.
Der Rundweg führt vom Parkplatz entlang des Almufers flussaufwärts durch Auen zum Seeklause-Wehr, dann am Seeufer vorbei an der Fischerhütte und dem Gasthof Seehaus. Am südlichen Ende erreicht man den „Echoplatzl“ – Rastplatz mit grandiosem Blick auf das Tote Gebirge, das sich im spiegelglatten See reflektiert. Zurück über Seeklause durch den Wald. Der See mit seinen inselartigen Moorflächen ist seit 1965 Naturschutzgebiet.
Vom Ortszentrum Losenstein führt der Nagelschmiedweg hinab zur Enns, dann in das romantische Stiedelsbach-Tal. Man passiert den Brandstätter Hammer mit dem Nagelschmiede-Museum (größte Sammlung handgeschmiedeter Nägel weltweit!). Weiter geht es zum verborgenen Kesselfall-See. Auf dem Rückweg ein Abstecher zur Burgruine Losenstein – eine der größten und ältesten Burgruinen OÖs, thronend auf einem 60-m-Dolomit-Felsen mit grandiosem Blick über das Ennstal. Aufstieg zur Burg nur 5–10 Minuten.
Gereiht nach dem besten Verhältnis aus Landschaft, Schneesicherheit, Einkehr und sportlichem Anspruch für Mitte April.
Mein Top-Vorschlag für drei sportliche Damen! Bestes Aufwand-Ertrag-Verhältnis aller 10 Touren: In nur 1:15h Aufstieg erreicht man ein Panorama, für das man anderswo doppelt so lange braucht. 600 Hm auf 2 km – das bringt den Puls hoch! Der Traunsee liegt 800 m tiefer direkt zu Füßen, der Traunstein thront gegenüber. Südseitig, schneefrei, „fast toskanisches Flair“. Danach Einkehr in der Mostschenke. Und: Lässt sich perfekt mit den Langbathseen (nur 10 Min entfernt!) zu einem Tages-Doppel kombinieren.
Kompakter Kraftakt mit spektakulärem Seen-Panorama. 560 Hm steil durch Wald, oben ein felsiger Gipfel mit Blick auf Mondsee, Irrsee, Schafberg und Wolfgangsee. Südseitig und nur 1.030 m – garantiert schneefrei. Der Gasthof Drachenwand am Ausgangspunkt ist die perfekte Belohnung. Auf der Rückfahrt noch einen Kaffee am Mondsee – ein runder Tag!
Eine echte Gipfeltour mit Hütteneinkehr und Panorama über den Nationalpark Kalkalpen. 610 Hm, technisch unkompliziert, das Schobersteinhaus mit Sonnenterrasse ist ein Genuss. Platz 3 statt 1 nur wegen des Schneerisikos: Auf 1.285 m kann Mitte April Restschnee liegen. Vorher anrufen! (+43 664 4171320). Wenn schneefrei: Top 1!
Die wildeste Tour der zehn: eine Kalkschlucht mit Wasserfall, Trittsteinen und gesicherten Passagen – echtes Abenteuer-Feeling! Dazu 750 Hm und Gipfelpanorama über den Nationalpark. Auf Platz 4, weil der Klausgraben bei Nässe anspruchsvoll ist und Trittsicherheit erfordert. An einem trockenen Tag: absolutes Highlight!
Kürzeste Anfahrt (30 Min!) und maximale Flexibilität: mit Seilbahn gemütlich, zu Fuß sportlich mit 645 Hm. Der smaragdgrüne Laudachsee zwischen Traunstein und Katzenstein ist ein Juwel. Perfekt wenn das Wetter unsicher ist und ihr spontan entscheiden wollt.
Mit 710 Hm die größte Höhenmeter-Herausforderung aller Touren. Tolle Rundtour ohne Rückweg-Wiederholung. Die Grünburger Hütte hat im April am Samstag geöffnet – passt! Auf Platz 6 wegen möglichem Restschnee am nordseitigen Aufstieg. Wenn trocken und schneefrei: einer der lohnendsten Berge im Steyrtal.
Wunderschöne Zwillingsseen mit türkisem Wasser und Höllengebirge-Kulisse. Perfekt als Halbtagestour oder in Kombination mit dem Sonnstein. Wenig Höhenmeter (170 m), dafür pure Naturschönheit und Entspannung. Ideal wenn ihr lieber genussvoll als schweißtreibend unterwegs sein wollt.
Sieben-Seen-Panorama, Burgruine, Drahtseilpassagen und Eisenleiter – die dramatischste Tour der zehn. Auf Platz 8 weil sie Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert (T3) und die Drahtseilstellen Mitte April bei Frost gefährlich sein können. Dafür das Forsthaus Wartenfels als Einkehr – ein kulinarisches Highlight!
Der fotogenste See Oberösterreichs mit Spiegelungen des Toten Gebirges. Eher Genuss-Spaziergang als Wanderung (nur 30–134 Hm). Weiter hinten in der Reihung, weil ihr sportlichere Touren bevorzugt – aber landschaftlich Weltklasse!
Abwechslungsreichster Mix aus Natur und Kultur, aber konditionell die leichteste Tour. Perfekt für einen Tag, an dem ihr nicht nur wandern, sondern auch etwas erleben wollt – Museum, Burgruine, historische Gasthäuser.